Sarkoidose der Knochen, Sehnen und Muskeln

Die Sarkoidose kann Gelenke, Knochen und Muskeln betreffen. Dies führt zu einer Vielzahl von Muskel-Skelett-Beschwerden, die über unterschiedliche Mechanismen wirken. Etwa 5-15 % der Fälle betreffen die Knochen, Gelenke oder Muskeln.

Arthritische Syndrome können in zwei Kategorien eingeteilt werden: akut oder chronisch. Sarkoidose-Patienten mit akuter Arthritis haben oft auch eine bilaterale hiläre Lymphadenopathie und ein Erythema nodosum. Diese drei assoziierten Syndrome treten häufig beim Löfgren-Syndrom auf. Betrachtet man die Arthritis-Symptome des Löfgren-Syndroms, so zeigt sich, dass die Knöchel am häufigsten betroffen sind, gefolgt von den Knien, Handgelenken, Ellenbogen, Hand- und Zehengrundgelenken. In der Regel liegt keine echte Arthritis vor, sondern eine Periarthritis, die sich als Schwellung der Weichteile um die Gelenke herum äußert und mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen sichtbar gemacht werden kann. Diese Gelenksymptome treten in der Regel vor oder gleichzeitig mit der Entwicklung des Erythema nodosum auf. Selbst wenn kein Erythema nodosum auftritt, wird angenommen, dass die Kombination aus hilärer Lymphadenopathie und Knöchelperiarthritis als eine Variante des Löfgren-Syndroms angesehen werden kann. Bei etwa einem Drittel der Patienten mit akuter Sarkoidarthritis tritt auch eine Enthesitis auf, die hauptsächlich die Achillessehne und die Fersen betrifft. Weichteilschwellungen an den Knöcheln können auffällig sein, und die Biopsie dieser Weichteile zeigt keine Granulome, wohl aber eine Pannikulitis, die dem Erythema nodosum ähnelt.

Die chronische Sarkoidarthritis tritt in der Regel im Zusammenhang mit einer diffuseren Organbeteiligung auf. Bei der chronischen Form können Knöchel, Knie, Handgelenke, Ellenbogen und Hände betroffen sein, und oft zeigt sich ein polyartikuläres Muster. Es kann auch eine Daktylitis ähnlich wie bei der Psoriasis-Arthritis auftreten, die mit Schmerzen, Schwellungen, überlagernden Hautrötungen und darunter liegenden knöchernen Veränderungen verbunden ist. Die Entwicklung einer Jaccoud-Arthropathie (eine nicht-erosive Deformität) ist sehr selten.

Eine Knochenbeteiligung bei Sarkoidose wurde in weniger als 10% der Fälle berichtet. Am häufigsten sind Hände und Füße betroffen, während die Wirbelsäule seltener betroffen ist. Bei der Hälfte der Patienten mit knöchernen Läsionen treten Schmerzen und Steifheit auf, während die andere Hälfte asymptomatisch bleibt. Eine Periostitis kommt bei Sarkoidose selten vor und wurde an den Oberschenkelknochen festgestellt. Sarkoidose kann Gelenke, Knochen, Sehnen und Muskeln betreffen. Dies führt zu einer Vielzahl von Beschwerden des Bewegungsapparats, die durch unterschiedliche Mechanismen ausgelöst werden.